RTLZWEI sucht Bürgergeld-Empfänger fürs TV – das bekommen Teilnehmer

Für „Hartz Rot Gold“ sucht RTLZWEI nun neue Sozialhilfe-Empfänger, die sich den kritischen Zuschauern stellen und ihren Alltag offen teilen wollen.

Seit Jahren zeigt RTLZWEI den Alltag der unterschiedlichsten Bürgergeld-Empfänger in ganz Deutschland. Ob „Hartz und herzlich“, „Armes Deutschland“ oder „Hartz Rot Gold“ – sozial schwache Menschen teilen im TV ihre Sorgen und Ängste. Jetzt sucht der Sender neue Protagonisten für letztere Formate.

Ein Mann und eine Frau sitzen auf einer Bank im Freien und unterhalten sich, umgeben von dichtem Grün.

Einige Sozialhilfe-Empfänger zeigen ihren Alltag auf RTLZWEI schon seit Jahren. Der Sender sucht nun neue Protagonisten. (Archivbild) © Screenshot: RTL+/Hartz Rot Gold

Auf Social Media und der RTLZWEI-Website verkündet der Sender, dass man sich bewerben könne. „Du lebst in Norddeutschland oder im Ruhrgebiet und sorgst für deine Familie mit Mindestlohn, Teilzeitjob oder Bürgergeld? Oder kämpfst du dich mit Rente oder Grundsicherung durch deinen Alltag?“, heißt es in der Anzeige für „Hartz Rot Gold“. Aber warum sollte man sich bewerben?

Bürgergeld-Empfänger für „Hartz Rot Gold“ und „Armes Deutschland“ gesucht

Auf Facebook und Instagram witzeln Zuschauer, dass sie sich einschleusen könnten. Doch was bringt die ernsthafte Teilnahme an so einem Format wirklich? Immerhin haben viele der RTLZWEI-bekannten Bürgergeld-Empfänger regelmäßig Ärger mit Zuschauern, teilweise sogar rechtliche Probleme. Auf der eigenen Seite schreibt der Sender: „Du hast viel zu erzählen und keine Angst, einen ehrlichen Einblick in dein Leben zu geben?“

Denn schüchtern sollten Protagonisten bei „Hartz Rot Gold“ nicht sein. Wer sich den kritischen Zuschauern stellen will, wird von RTLZWEI direkt aufgefordert: „Dann erzähle uns deine Geschichte und bewirb dich bei ‚Hartz Rot Gold‘!“ Auf Facebook sind die Kommentare nicht nur kritisch – sie stimmen mögliche Bewerber direkt auf das Leben im Fadenkreuz ein.

„Dann haben wir die nächsten faulen Möchtegern-Stars“, schreibt eine Zuschauerin genervt. Ein anderer meint: „Da wollen wahrscheinlich mehr mitmachen, als wir denken.“ Immer wieder wird gemunkelt, ob die Bürgergeld- und Sozialhilfe-Empfänger in irgendeiner Art und Weise Unterstützung von RTLZWEI bekommen. Sender und Produktionsfirma streiten das ab – lediglich die Zeit im Fernsehen sei der Lohn. (str)

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